unser Körper - beweglich und stabil

  • Der menschliche Körper ist ständig in Bewegung. Jede einzelne Struktur an ihm, unter anderem die Muskeln, Gelenke und Faszien, bewegt sich und führt dabei ihre eigene Funktion aus. Erst das optimale Zusammenspiel dieser Strukturen ermöglicht eine ökonomische und reibungslose Ausführung aller Bewegungen.

    Die Gelenke sind bewegliche Verbindungen zwischen zwei Knochen. Bänder, die Gelenkkapsel und Sehnen stabilisieren die Gelenke, lassen aber gleichzeitig Bewegungen in bestimmte Richtungen zu. Wir können das Kniegelenk sehr gut biegen und strecken, aber nur ganz wenig nach innen und aussen drehen. Das Schultergelenk ist viel mobiler, wir können den Arm in alle Richtungen bewegen. Jedes Gelenk erfüllt seine spezifische Funktion im Körper und benötigt daher eine bestimmte Mobilität. Wird diese Mobilität durch Schmerzen, Schwellung, Entzündungen etc. eingeschränkt, bemerken wir schnell, dass wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind und fühlen uns nicht mehr wohl.

     

  • Damit die Gelenke sich überhaupt bewegen, sind die Muskeln zuständig. Jeder einzelne von unseren 650 Muskeln hat seine bestimmte Funktion und kann ein oder mehrere Gelenke in eine Richtung bewegen. Um eine gleichmässige Bewegung ausführen zu können, zieht sich die eine Muskelgruppe zusammen, deren Gegenspieler müssen sich dehnen. Verspannte, verklebte oder abgeschwächte Muskeln stören diese Ausgeglichenheit und verhindern dadurch eine geschmeidige Bewegung der Gelenke. 

    Faszien sind als kontinuierliche Struktur im Ganzen Körper vorhanden. Sie umhüllen jeden Muskel, Nerven und Gefässe. Sie umgeben die Organe Brust- und Bauchhöhle sowie des Beckens und das Gehirn. Die Faszien verbinden einzelne Zellen zu Geweben, teilen Organe in Funktionsabschnitte und halten den gesamten Körper in Form. In ihren statischen Funktionen arbeiten sie mit den Muskeln zusammen.

  • Die Muskeln übernehmen den aktiven Part, die Faszien eher die regulierende, integrierende Rolle. So entstehen im Körper von unten bis oben muskulo-fasziale Ketten, die in allen Funktionen miteinander in Verbindung stehen.

    Jede Einschränkung der Gewebemobilität (im Gelenk, Muskel oder der Faszie) entsteht als Schutz gegen eine drohende Schädigung oder Verschlimmerung nach einer Verletzung. Die in der Nachbarschaft liegenden Strukturen passen sich nach und nach diesen primären Bewegungseinschränkungen an und versuchen diese zu kompensieren. Ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Gesamtheit der eingeschränkten Funktionen zu kompensieren, entwickelt sich ein Symptom (Versteifung, Schmerzen,...).


    Weiterführende Links:
    Video "Faszien"
    Verschiedene Aktikel
    Faszienfitness