die Lunge - das Organ für den Gasaustsusch

  • Aufbau der Lunge
    Unsere Lunge besteht aus einer rechten und einer etwas kleineren linken Lunge. Die Lungen liegen in der Brusthöhle und werden vom Brustkorb umgeben und geschützt. Beide Lungenhälften sind vom Brustfell überzogen und werden durch tiefe Einschnitte in drei (rechte Lunge) bzw. zwei (linke Lunge) Lungenlappen geteilt. Die Lungenspitzen überragen oben die Schlüsselbein um 1-2cm, die Lungenbasis passt sich dem Zwerchfell an und ändert ihre Form und Position je nach Atemlage und Körperposition. Das Brustfell besteht aus dem Rippenfell,das den Brustkorb auskleidet und dem Lungenfell, das die Lungen umschliesst. Der Spalt dazwischen wird Pleuraspalt genannt und ist mit Flüssigkeit gefüllt, damit Lungen- und Rippenfell bei der Atembewegung nicht aneinander reiben. Im Pleuraspallt herrscht ein Unterdruck, welcher gewährleistet, dass die Lunge jeder Formveränderung des Thorax folgen kann.

  • Die Atemwege
    Die Nase, Nasennebenhöhlen und der Rachen werden die oberen Atemwege genannt. Der Kehlkopf bildet den Übergang zu den unteren Atemwege, zu welchen die Luftröhre (Trachea), die Bronchien und die Lungenbläschen (Alveolen) gezählt werden.
    Die Trachea ist biegsam und wird von hufeisenförmigen Knorpelspangen und Muskelfasern gestützt. Die innere Schleimhautschicht der Trachea wird von Flimmerepithel bedeckt, das durch die Bewegungen der Flimmerhaare einen ständigen Sektretstrom Richtung Rachenraum ermöglicht.
    Auf Höhe der 4. Brustwirbels teilt sich die Trachea in zwei Hauptbronchien, welche sich nach Eintritt in die Lunge 20-30-mal zweigliedrig weiter aufteilen. Die Wände der kleinsten Äste (Bronchioli) des Bronchialbaumes bestehen v.a. aus Muskulatur und können deshalb durch Muskelkontraktion verengt werden (Bronchokonstriktion). Am Ende der Bronchiolen befinden sich Lungenbläschen (Alveolen), in denen der Gasaustausch, das eigentliche Ziel der Atmung, stattfindet.

  • Funktion der Lunge
    Bei der Einatmung kontrahiert die Einatemmuskulatur und erweitert den Brustraum. Die Lungen sind über das Brustfell mit dem Thorax verbunden und folgen dieser Bewegung. Dadurch entsteht in den Luftwegen ein negativer Druck und die Luft strömt in die Lungen.
    Zu Beginn der Ausatmung lässt die Spannung in der Einatemmuskulatur nach. Daraufhin führt die Rektraktionskraft der Lunge dazu, das sich das Lungenvolumen verkleinert. Der Brustkorb folgt dieser Bewegung. Dadurch entsteht in der Lunge ein Überdruck, die Luft strömt aus den Lungen, bis ein Druckausgleich zwischen Innen und Aussen erreicht ist. Diese Ausatmung ist in Ruhe und bei kleinen Anstrengungen ein passiver Vorgang.

    Die einströmende Luft wird auf ihrem Weg durch die oberen Luftwege gereinigt, angefeuchtet und erwärmt und erreicht am

  • Ende der Einatembewegung die Lungenbläschen. Der Sauerstoff in der Luft geht durch die dünne Wand der Alveolen in die Kapillaren (kleine Blutgefässe) des Lungengewebes über. Gleichzeitig tritt Kohlendioxid, ein Abfallprodukt des Zellstoffwechsels des Körpers, von den Kapillaren in die Alveolen über und wird bei der darauffolgenden Ausatmung aus dem Körper entfernt. Dieser Vorgang wird Diffusion genannt.

    Ist nun einer der an der Atmung beteiligten Strukturen - Thorax, Atemwege, Lungengewebe, Blutzirkulation, etc. - in Ihrer Funktion eingeschränkt, kann dies zu Schmerzen und Atembeschwerden führen. Durch gezielte physiotherapeutische Interventionen ist es möglich, diese Beschwerden zu lindern.